- Eine Pelletheizung kostet im Einfamilienhaus mit Lager und Montage meist 15.000 bis 25.000 Euro.
- Die KfW übernimmt davon 30 bis 80 Prozent von höchstens 28.000 Euro förderfähigen Kosten.
- Pellets kosteten im Oktober 2026 464,61 Euro je Tonne, rund 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- Wartung und Schornsteinfeger schlagen mit etwa 300 bis 430 Euro im Jahr zu Buche.
Eine Pelletheizung für ein Einfamilienhaus kostet einschließlich Lager und Montage meist 15.000 bis 25.000 Euro. Diese Spanne nennt der ADAC, und sie ist so breit, weil der Kessel nur ein Teil der Rechnung ist. Ob ein Lagerraum vorhanden ist, wie viel am Schornstein zu tun ist und ob die alte Heizung entsorgt werden muss, verschiebt den Preis um viele Tausend Euro.
Was kostet eine Pelletheizung in der Anschaffung?
Die folgenden Spannen hat der ADAC für ein Einfamilienhaus zusammengestellt.
| Position | Kosten | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|
| Pelletkessel | 4.000 bis 14.000 € | Leistung, Brennwerttechnik, Austragung, Hersteller |
| Pelletlager | 2.000 bis 9.000 € | Gewebetank, gemauerter Raum mit Schrägboden oder Erdtank |
| Pufferspeicher | 700 bis 2.000 € | Volumen, Hygienespeicher für Warmwasser |
| Gesamt mit Montage | 15.000 bis 25.000 € | vor Abzug der Förderung |
Nicht in jeder Rechnung stehen der Umbau des Schornsteins, der Ausbau und die Entsorgung eines Öltanks und der hydraulische Abgleich. Frag beim Angebot nach, ob diese Posten enthalten sind; für die Förderung zählen sie zu den förderfähigen Kosten.
Wie viel Förderung gibt es auf die Pelletheizung?
Die KfW fördert die Pelletheizung mit 30 Prozent Grundförderung. Als Selbstnutzer bekommst du 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus, wenn du eine Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt, und je nach Einkommen bis zu 40 Prozent Einkommensbonus. Gedeckelt ist das bei 70 Prozent, für Einkommen bis 30.000 Euro bei 80 Prozent, gerechnet auf höchstens 28.000 Euro Kosten.
| Beispiel: Anlage für 22.000 € | Fördersatz | Zuschuss | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Vermieter oder Austausch ohne Bonus | 30 % | 6.600 € | 15.400 € |
| Selbstnutzer ersetzt Ölheizung | 46 % | 10.120 € | 11.880 € |
| dazu Einkommen bis 50.000 € | 56 % | 12.320 € | 9.680 € |
| dazu Einkommen bis 40.000 € | 70 % | 15.400 € | 6.600 € |
| dazu Einkommen bis 30.000 € | 80 % | 17.600 € | 4.400 € |
Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 auf 12 Prozent und danach halbjährlich weiter. Wer eine Ölheizung ersetzen will, spart also bares Geld, wenn der Antrag bis Ende Januar 2027 bei der KfW liegt. Alle Regeln stehen im Ratgeber Förderung für Holzheizungen.
Was kosten die Pellets?
Das Deutsche Pelletinstitut hat im Oktober 2026 einen Durchschnittspreis von 464,61 Euro je Tonne ermittelt, bei einer Abnahme von 6 Tonnen. Ein Jahr zuvor lag er bei 366,25 Euro, der Preis ist also um knapp 27 Prozent gestiegen. Der ADAC rechnet für ein Einfamilienhaus mit 4 bis 6 Tonnen im Jahr. Zum Oktoberpreis wären das zwischen rund 1.860 und 2.790 Euro.
Wie viel du tatsächlich brauchst, verrät der bisherige Verbrauch. Als grobe Umrechnung gilt: Ein Liter Heizöl enthält etwa so viel Energie wie zwei Kilogramm Pellets. Wer bisher 2.500 Liter Öl im Jahr verbraucht hat, kommt mit rund 5 Tonnen Pellets aus. Die aktuellen Preise und ihre Entwicklung stehen im Ratgeber Pelletpreise.
Welche laufenden Kosten kommen dazu?
Neben dem Brennstoff fallen jedes Jahr Wartung, Schornsteinfeger und Strom an. Der ADAC nennt für die Wartung 150 bis 300 Euro, für den Strom von Förderschnecke und Steuerung 50 bis 100 Euro und für Wartung samt Schornsteinfeger zusammen rund 300 bis 430 Euro. Der Schornsteinfeger misst einen Pelletkessel nach der 1. BImSchV einmal in jedem zweiten Kalenderjahr. Mehr dazu unter Schornsteinfeger und Messpflicht.
Rechnet sich eine Pelletheizung?
Der ADAC nennt eine Amortisation nach meist 10 bis 15 Jahren. Wie schnell es bei dir geht, hängt an drei Dingen: wie viel Förderung du bekommst, was du für die Alternative bezahlen würdest und wie sich die Brennstoffpreise entwickeln. Über zehn Jahre waren Pellets laut Deutschem Pelletinstitut rund 25 Prozent günstiger als Heizöl und 31 Prozent günstiger als Erdgas. Der kräftige Anstieg 2026 zeigt aber, dass dieser Vorsprung kein fester Wert ist. Wer zwischen Pellets und Wärmepumpe schwankt, findet die Gegenüberstellung unter Pelletheizung oder Wärmepumpe.
Häufige Fragen
Was kostet eine Pelletheizung nach Abzug der Förderung?
Bei 22.000 Euro Gesamtkosten und 30 Prozent Grundförderung bleiben 15.400 Euro. Mit Klimageschwindigkeitsbonus, also 46 Prozent, sind es 11.880 Euro. Die genauen Sätze hängen davon ab, ob du selbst im Haus wohnst, welche Heizung du ersetzt und wie hoch dein Einkommen ist.
Ist eine Pelletheizung im Betrieb teurer als eine Ölheizung?
Über die letzten zehn Jahre waren Pellets nach Berechnung des Deutschen Pelletinstituts im Schnitt rund 25 Prozent günstiger als Heizöl und 31 Prozent günstiger als Erdgas. Der Vorsprung schwankt aber, und im Herbst 2026 sind die Pelletpreise deutlich gestiegen.
Wann ist die beste Zeit, Pellets zu kaufen?
Erfahrungsgemäß im Frühjahr und Sommer, wenn die Nachfrage gering ist. Mit Beginn der Heizsaison steigen die Preise meist. Wer ein Lager für einen ganzen Jahresvorrat hat, kann den Kaufzeitpunkt frei wählen.