Ratgeber · Brennstoff

Pelletpreise aktuell: Was Pellets im Oktober 2026 kosten

Pelletpreis im Oktober 2026: 464,61 Euro je Tonne laut Deutschem Pelletinstitut. Wie sich der Preis entwickelt hat, wovon er abhängt und wann du günstig kaufst.

Redaktion Holzheizungen.de, Ratgeber HeiztechnikAktualisiert am 5 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • Im Oktober 2026 kostet eine Tonne Pellets im Schnitt 464,61 Euro bei 6 Tonnen Abnahme.
  • Das sind 46,46 Cent je Kilogramm und knapp 27 Prozent mehr als im Oktober 2025.
  • Über zehn Jahre waren Pellets im Schnitt rund 25 Prozent günstiger als Heizöl und 31 Prozent günstiger als Erdgas.

Eine Tonne Holzpellets kostet im Oktober 2026 durchschnittlich 464,61 Euro. Diesen Wert hat das Deutsche Pelletinstitut für eine Abnahme von 6 Tonnen ermittelt, das entspricht 46,46 Cent je Kilogramm. Im Oktober 2025 hatte dieselbe Menge noch 366,25 Euro je Tonne gekostet; der Preis liegt damit um knapp 27 Prozent höher.

464,61 €je Tonne, Oktober 2026 (6 t)
46,46 ctje Kilogramm
+26,9 %gegenüber Oktober 2025

Wie hat sich der Pelletpreis entwickelt?

Der Sprung um fast 100 Euro je Tonne binnen eines Jahres ist für Pelletkunden spürbar. Bei 5 Tonnen Jahresbedarf zahlst du zum Oktoberpreis rund 2.323 Euro, ein Jahr zuvor wären es 1.831 Euro gewesen, also fast 500 Euro mehr.

Auf lange Sicht bleibt der Brennstoff trotzdem günstig. Das Deutsche Pelletinstitut hat die Preise der letzten zehn Jahre mit Heizöl und Erdgas verglichen: Pellets waren im Schnitt rund 25 Prozent günstiger als Heizöl und 31 Prozent günstiger als Erdgas. Dieser Durchschnitt glättet Ausschläge in beide Richtungen; in einzelnen Monaten kann der Abstand deutlich kleiner oder größer sein.

Wovon hängt der Pelletpreis ab?

Pellets bestehen überwiegend aus Sägespänen und anderen Resten der Holzindustrie. Wie viel davon anfällt, hängt an der Bautätigkeit: Läuft der Bau schwach, sägen die Werke weniger, und die Späne werden knapp. Das Deutsche Pelletinstitut hat diesen Zusammenhang 2026 auch für Hackschnitzel als Grund für steigende Preise genannt, weil beide Brennstoffe auf dieselben Sägenebenprodukte angewiesen sind.

Dazu kommt die Jahreszeit. Mit Beginn der Heizsaison im Herbst kaufen viele Kunden gleichzeitig, und der Preis zieht an. Im Frühjahr und Sommer ist die Nachfrage gering. Schließlich spielt die Menge eine Rolle: Wer 6 Tonnen auf einmal abnimmt, zahlt je Tonne weniger als bei einer kleinen Lieferung, weil die Anfahrt des Silowagens sich auf mehr Ware verteilt.

Woran erkenne ich gute Pellets?

Für Zentralheizungen gilt die Qualität ENplus A1 als Standard, die auch das Deutsche Pelletinstitut bei seinen Preisangaben zugrunde legt. Zertifizierte Ware hat einen niedrigen Ascheanteil und wenig Abrieb, was Kessel und Austragung schont. Die 1. BImSchV erlaubt Holzpellets nach DINplus oder gleichwertiger Qualität, wenn der Hersteller des Kessels sie freigibt. Billigware ohne Zertifikat kann mehr Staub, Asche und Störungen bringen und spart am Ende oft nichts.

Was bedeutet der Preis für die Heizkosten?

Rechne den Jahresverbrauch mit dem aktuellen Tonnenpreis hoch und vergleiche ihn mit deiner bisherigen Rechnung. Als Faustregel ersetzen zwei Kilogramm Pellets etwa einen Liter Heizöl. Wer 2.000 Liter Öl im Jahr verbraucht hat, braucht also rund 4 Tonnen Pellets und zahlt dafür zum Oktoberpreis etwa 1.860 Euro. Was die Anlage selbst kostet und wie viel Förderung es gibt, steht im Ratgeber Pelletheizung: Kosten.

Diesen Artikel aktualisieren wir, sobald das Deutsche Pelletinstitut einen neuen Monatspreis veröffentlicht.

Häufige Fragen

Wo kommt der Pelletpreis her?

Das Deutsche Pelletinstitut erhebt jeden Monat bei Händlern in ganz Deutschland den Preis für Pellets der Qualität ENplus A1, ausgeliefert lose per Silowagen. Die Angabe für 6 Tonnen ist der Wert, an dem sich die meisten Vergleiche orientieren.

Sind Sackpellets teurer?

Ja, Sackware kostet je Kilogramm mehr als lose Ware, weil Verpackung und Handling dazukommen. Für einen Pelletkessel mit Lager lohnt sie sich nicht; für einen Pelletofen ohne Lageranschluss ist sie der Normalfall.

Wie viel Lager brauche ich für einen Jahresvorrat?

Als Faustwert gelten 0,9 Kubikmeter Lagerraum je Kilowatt Heizlast, Leerraum eingerechnet. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zum Pelletlager.

Redaktion Holzheizungen.deRatgeber Heiztechnik

Die Redaktion arbeitet Förderrichtlinien, Verordnungen und Marktdaten zum Heizen mit Holz auf. Förderbedingungen und Preise gleichen wir mit den Merkblättern von KfW und BAFA sowie den Erhebungen des Deutschen Pelletinstituts ab und aktualisieren die Artikel, sobald sich etwas ändert.