- Am günstigsten in der Anschaffung ist der Holzvergaser ab rund 8.100 Euro plus Pufferspeicher.
- Eine Pelletheizung kostet mit Lager und Montage meist 15.000 bis 25.000 Euro.
- Eine Hackschnitzelheizung liegt bei 28.000 bis 38.000 Euro, hat aber den billigsten Brennstoff.
- Die KfW übernimmt 30 bis 80 Prozent von höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit.
Was eine Holzheizung kostet, hängt vor allem am System. Ein Holzvergaser für Scheitholz ist ab rund 8.100 Euro zu haben, eine Pelletheizung kostet mit Lager meist 15.000 bis 25.000 Euro, eine Hackschnitzelheizung 28.000 Euro und mehr. Im Betrieb dreht sich die Reihenfolge teilweise um: Wer am meisten in Lager und Technik investiert, heizt am billigsten.
Was kosten die einzelnen Holzheizungen in der Anschaffung?
Für die Pelletheizung stammt die Spanne vom ADAC, für Holzvergaser und Hackschnitzelheizung von der Vermittlungsplattform Enter.
| System | Anschaffung inkl. Einbau |
|---|---|
| Holzvergaser 10 bis 15 kW | 8.100 bis 13.000 € plus 1.900 bis 3.800 € Pufferspeicher |
| Pelletheizung Einfamilienhaus | 15.000 bis 25.000 € inkl. Lager |
| Hackschnitzelheizung | 28.000 bis 38.000 € inkl. Lager und Fördertechnik |
Für Kombikessel, wasserführende Pelletöfen und Kaminöfen gibt es keine verlässliche Preisübersicht; die Spannen zwischen Herstellern und Leistungen sind zu groß. Alle Angaben sind Richtwerte vor Förderung. Ein Schornstein, der saniert werden muss, ein Öltank, der raus muss, oder ein Lager, das erst gebaut wird, können jede dieser Summen deutlich erhöhen.
Was kostet der Brennstoff?
Bei den Brennstoffkosten liegen Hackschnitzel vorn. Das Deutsche Pelletinstitut hat für Hackschnitzel der Qualität A1 im dritten Quartal 2026 netto 38,90 Euro je Schüttraummeter ermittelt, umgerechnet 4,76 Cent je Kilowattstunde. Für Pellets meldete es im Oktober 2026 464,61 Euro je Tonne bei 6 Tonnen Abnahme.
Beim Scheitholz kommt es darauf an, woher es stammt. Wer eigenes Holz aus dem Wald schlägt und selbst aufarbeitet, zahlt vor allem mit Zeit und Maschinen. Wer kauft, sollte auf den Energiegehalt achten: Ein Raummeter Buche liefert bei 20 Prozent Wassergehalt nach Berechnung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft etwa 1.885 kWh, ein Raummeter Fichte nur etwa 1.333 kWh. Ein günstiger Fichtenpreis ist also nicht automatisch der günstigere Brennstoff.
Welche laufenden Kosten kommen dazu?
Jede Holzheizung braucht Wartung, Strom für Gebläse und Fördertechnik und den Schornsteinfeger. Für eine Pelletheizung rechnet der ADAC mit rund 300 bis 430 Euro im Jahr für Wartung und Schornsteinfeger. Für eine Hackschnitzelheizung nennt die Deutsche Energie-Agentur rund 400 Euro Wartungs- und sonstige jährliche Kosten. Beim Holzvergaser fallen weniger Fördertechnik und Strom an, dafür mehr eigene Arbeit beim Reinigen.
Alle Zentralheizungskessel für Holz ab 4 kW misst der Schornsteinfeger nach der 1. BImSchV einmal in jedem zweiten Kalenderjahr auf Staub und Kohlenmonoxid. Was dabei geprüft wird, steht unter Schornsteinfeger und Messpflicht.
Wie viel Förderung gibt es?
Alle drei Kesselsysteme und der Pelletofen mit Wassertasche erhalten bei der KfW 30 Prozent Grundförderung. Selbstnutzer, die eine fossile oder mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung ersetzen, bekommen 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus dazu, je nach Einkommen bis zu 40 Prozent Einkommensbonus. Gedeckelt ist das bei 70 Prozent, für Einkommen bis 30.000 Euro bei 80 Prozent, auf höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit.
Für die drei Systeme heißt das bei 46 Prozent Förderung:
| System | Kosten (Beispiel) | Zuschuss 46 % | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Holzvergaser mit Pufferspeicher | 14.000 € | 6.440 € | 7.560 € |
| Pelletheizung | 22.000 € | 10.120 € | 11.880 € |
| Hackschnitzelheizung | 33.000 € | 12.880 € (gedeckelt) | 20.120 € |
Bei der Hackschnitzelheizung greift die Obergrenze von 28.000 Euro: Der Zuschuss bezieht sich nur auf diesen Betrag, der Rest bleibt beim Eigentümer. Bei Mehrfamilienhäusern steigen die förderfähigen Kosten mit jeder Wohneinheit. Die vollständigen Regeln stehen im Ratgeber Förderung für Holzheizungen.
Welche Holzheizung rechnet sich für wen?
Die günstigste Heizung ist die, die zum Haus und zu deinem Alltag passt. Wer eigenes Holz hat und gern selbst Hand anlegt, kommt mit einem Holzvergaser am billigsten weg. Wer eine Heizung möchte, die sich selbst versorgt, landet im Einfamilienhaus meist bei der Pelletheizung. Die Hackschnitzelheizung rechnet sich erst bei hohem Wärmebedarf, also auf Höfen, in Mehrfamilienhäusern oder kleinen Wärmenetzen. Der Kombikessel verbindet Scheitholz und Pellets, kostet aber mehr Platz.
Häufige Fragen
Welche Holzheizung ist am günstigsten?
In der Anschaffung der Holzvergaser für Scheitholz, im Betrieb die Hackschnitzelheizung und der Holzvergaser mit eigenem Holz. Für ein normales Einfamilienhaus ohne eigenes Holz ist die Pelletheizung oft der beste Kompromiss aus Kosten und Komfort.
Was kostet ein Raummeter Brennholz?
Die Preise unterscheiden sich stark nach Region, Holzart, Länge und Trocknungsgrad. Vergleiche Angebote immer auf dieselbe Einheit, also Raummeter geschichtet oder Schüttraummeter, und auf denselben Wassergehalt.
Zählt der Pufferspeicher zu den förderfähigen Kosten?
Ja. Pufferspeicher, Pelletlager mit Austragung und die notwendigen Arbeiten am Schornstein zählen zu den förderfähigen Kosten, soweit sie zur geförderten Anlage gehören.