- Als Faustwert gelten 0,9 Kubikmeter Lagerraum je kW Heizlast, Leerraum eingerechnet.
- Ab 15 Tonnen Lagermenge ist nach den Feuerungsverordnungen ein eigener Lagerraum vorgeschrieben.
- In Pelletlagern kann sich Kohlenmonoxid ansammeln: vor dem Betreten gründlich lüften.
Ein Pelletlager soll den Vorrat für ein Jahr aufnehmen, damit du einmal im Jahr bestellen kannst, am besten dann, wenn Pellets günstig sind. Als Faustwert für die Größe gelten 0,9 Kubikmeter Lagerraum je Kilowatt Heizlast, Leerraum eingerechnet. Ein Haus mit 15 kW Heizlast braucht damit rund 13,5 Kubikmeter.
Wie groß muss das Pelletlager sein?
Der Faustwert von 0,9 Kubikmetern je Kilowatt berücksichtigt, dass ein Lager nie bis in jede Ecke gefüllt und geleert wird. Wer seinen Verbrauch kennt, kann genauer rechnen: Lose Pellets nach ENplus wiegen etwa 600 bis 750 Kilogramm je Kubikmeter. Fünf Tonnen Jahresbedarf füllen also knapp sieben bis gut acht Kubikmeter reines Pelletvolumen; mit Schrägboden und Leerraum braucht der Raum entsprechend mehr.
Ein länglicher, rechteckiger Raum lässt sich am besten nutzen. Bei Räumen unter 2 Metern Breite bleibt mit Saugsystemen weniger Rest liegen. Ein Schrägboden leitet die Pellets zur Austragung und sorgt dafür, dass sich das Lager vollständig entleert.
Welche Bauarten gibt es?
| Lagerart | Wo | Vorteil | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Lagerraum mit Schrägboden | Keller, oft ehemaliger Öltankraum | viel Volumen, günstig bei vorhandenem Raum | trocken, staubdicht, Brandschutz |
| Gewebetank | Heizraum, Keller, Garage | fertiges System, staubdicht, schnell aufgebaut | Stellfläche und Höhe, Aufstellung im Trockenen |
| Erdtank | im Garten | spart Platz im Haus | Erdarbeiten, Saugsystem mit längerer Leitung |
| Außensilo | neben dem Haus | kein Raum im Haus nötig | Witterungsschutz, Optik, Baurecht |
Die Lagerart ist einer der größten Kostenpunkte der Pelletheizung. Der ADAC nennt für das Pelletlager 2.000 bis 9.000 Euro, je nachdem, ob ein Raum umgebaut, ein Tank aufgestellt oder ein Erdtank gesetzt wird. Lager, Austragung und Zuführung zählen zu den förderfähigen Kosten, wenn sie zur geförderten Anlage gehören.
Welche Brandschutzregeln gelten?
Ab 15 Tonnen Lagermenge verlangen die Feuerungsverordnungen der Länder einen eigenen Lagerraum. Seine Wände müssen dann feuerbeständig ausgeführt sein, die Tür feuerhemmend und selbstschließend. Im Lagerraum selbst haben elektrische Leitungen und Dosen nichts zu suchen. Darunter sind Gewebetanks im Heizraum oder in einem Nebenraum möglich; die Details regelt die Feuerungsverordnung deines Bundeslandes, die du vorab mit dem Bezirksschornsteinfeger abklärst.
Was muss bei der Befüllung stimmen?
Die Pellets kommen mit dem Silowagen und werden über einen Schlauch in das Lager geblasen, die verdrängte Luft wird abgesaugt. Dafür braucht das Lager einen Einblas- und einen Absaugstutzen, die von außen erreichbar sind, und gegenüber dem Einblasstutzen eine Prallschutzmatte, damit die Pellets nicht an der Wand zerbrechen. Je schonender befüllt wird, desto weniger Staub entsteht. Kläre vor der ersten Bestellung, wie nah der Silowagen an die Stutzen herankommt, denn die Schlauchlänge ist begrenzt.
Wie die Pelletheizung insgesamt funktioniert und was sie kostet, steht unter Pelletheizung und Pelletheizung: Kosten.
Häufige Fragen
Wie viele Pellets passen in einen Kubikmeter?
Lose Pellets der Qualität ENplus wiegen etwa 600 bis 750 Kilogramm je Kubikmeter. Ein Kubikmeter Lagerraum fasst wegen des Leerraums an Schrägen und Wänden aber weniger, deshalb plant man mit dem Faustwert je Kilowatt.
Darf das Pelletlager neben dem Heizraum liegen?
Ja, das ist sogar üblich, weil die Austragung dann kurz bleibt. Ab 15 Tonnen gelten die Brandschutzanforderungen an einen eigenen Lagerraum; darunter reichen oft Gewebetanks, die im Heizraum oder in einem Nebenraum stehen. Welche Regeln in deinem Bundesland gelten, steht in dessen Feuerungsverordnung.
Wie oft muss das Pelletlager gereinigt werden?
Leere das Lager in regelmäßigen Abständen ganz und entferne den Feinanteil, der sich am Boden sammelt; wie oft, steht in der Anleitung des Kessel- oder Lagerherstellers. Zu viel Abrieb führt zu Störungen in der Austragung.